Bunt, verspielt und einzigartig

Im letzten Sommer habe ich dem Botanischen Garten einen kleinen Besuch abgestattet und mich von der bunten Blumenwelt verzaubern lassen.

Ich nehme dafür immer eine Kamera (oder in diesem Fall mein Handy) mit. Wenn ich auf der Suche nach “Motiven” bin, ändert sich mein Blick und meine Wahrnehmung. Ich schaue einfach genauer hin. Die Kamera ist für mich nicht nur ein Hilfsmittel, das Gesehene in Erinnerung zu behalten, sondern auch ein Werkzeug, um die Gegenwart intensiver, fokussierter zu erleben.

Plötzlich sehe ich die kleine Hummel, die schon voller Blütenstaub ist, aber nicht aufhört, zu arbeiten, das winzige vertrocknete Blatt, das der Blüte ihre Einzigartigkeit gibt oder die zarte weiße Bume, die sich gegen das dunkelgrüne Gebüsch behauptet. Alles ist bunt und zauberhaft hier, alles ist einzigartig und doch Teil des Ganzen, jede Blüte ist wunderschön und doch anders als die nächste.

Ach, könnten wir Menschen es ihnen doch gleichtun, denke ich in diesem Moment: Unsere Vielfalt akzeptieren, unsere Schönheit feiern und doch Teil des Ganzen sein.

Und wenn ich dann hinterher die Fotos betrachte, ist mir, als wehte der Duft frischer Blüten durch mein Zimmer.